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Windows Live Moviemaker hält VOB für defekt

Man hat ein paar alte, selbst erstellte DVDs zu Hause herumfliegen und möchte jetzt von diesen einzelne Szenen heraus- und zusammenschneiden. Der Einfachheit halber soll hierzu der Windows Live Moviemaker eingesetzt werden. Doch während alle VOBs reingezogen und bearbeitet werden können, scheint der Moviemaker ein Problem mit einer der Discs zu haben und meldet, dass die Datei fehlerhaft sei. Abspielen im Moviemaker klappt zwar, bearbeiten und speichern lässt sich die Datei jedoch nicht. Auch ein Konvertieren mit SUPER in ein anderes Format funktioniert nicht, da scheinbar der Dateiheader defekt zu sein scheint oder zumindest als defekt angesehen wird.

Abhilfe schafft hier eine Kombination aus VLC, SUPER und dem Moviemaker.

VLC

Wer den VideoLANClient (VLC) nocht nicht installiert hat, kann sich den kleinen, kostenlosen Player auf www.videolan.org herunterladen.
Nach der Installation wählt man "Ansicht/Erweiterte Steuerung" und anschließend "Extras/Einstellungen/Input&Codecs" und legt unter "Aufnahme-Verzeichnis oder Dateiname" das Verzeichnis fest, in das die aufgenommene Datei abgelegt werden soll.
Richtig gelesen: aufgenommen. Wenn Moviemaker und SUPER das VOB-File nicht vernünftig einlesen wollen, muss man eben einen kleinen Umweg gehen. Und in diesem Fall heißt das, den Film erneut aufzunehmen, indem man einfach auf den Aufnahme-Button im VLC klickt, der sich nach der Aktivierung der erweiterten Steuerung nutzen lässt.

Nach der Aufnahme kann man den Film in den Moviemaker ziehen und bearbeiten. Soll sich Microsofts Programm immer noch weigern, den Film zu verarbeiten, muss SUPER her.

SUPER

SUPER ist ein kostenloses Tool zum Konvertieren von Mediadateien. In unserem Fall verwenden wir es, um aus dem erzeugten MPG ein neues oder ein AVI zu erstellen, da mit der Konvertierung auch der Header neu geschrieben wird, der offenbar das Problem im Moviemaker verursacht.
SUPER lässt sich u.a. hier herunterladen: http://www.chip.de/downloads/SUPER-2011_17370353.html

Danach zieht man die mit dem VLC aufgenommene Datei (.MPG) in das Programmfenster von SUPER und konvertiert sie erneut in ein MPG oder in ein AVI. Anschließend löscht man die doppelte Dateiendung (die letzte stehen lassen !) und zieht den Clip erneut in den Moviemaker, der sie jetzt fehlerfrei erkennen und bearbeiten lassen sollte. :-)

VLC nervt nur noch

Der VLC-Player wird gerne mal als DER Mediaplayer schlechthin bezeichnet, weil er (vermeintlich) alles abspielt - sogar Dateien, die sich noch im Download befinden.
Letzteres: Ja
Alles abspielen ? Mittlerweile nein.

Mich nervt inzwischen nicht mehr nur massiv das Aktualisieren des Font-Cachs (x-fach im Internet zu finden, dass auch andere das so sehen), sondern auch, dass der VLC bei vielen Dateien rumzickt oder die Wiedergabe nicht das Gelbe vom Ei ist.
Der Windows Mediaplayer, der für mich lange Zeit der Inbegriff von medialer Unfähigkeit war, zeigt inzwischen wie's besser geht.
1080p MMKVs spielt der Mediaplayer unter Windows 7 glasklar, ruckelfrei und in bester Soundqualität ab. Auch der "Mediaplayer Classic" kann das.
Hardwarebeschleunigung sei dank sorgen die beiden für echtes Filmvergnügen. GPU-Decoding kann auch der VLC seit Version 1.1.x, aber trotzdem ruckeln manche Filme. Und vergleicht man dann noch die Bildqualität, schneidet der Mediaplayer eindeutig besser ab (daheim verglichen auf einem Samsung LE46B640 und einem ACER Aspire Revo mit 2 GB RAM unter Windows 7, mit Intel Atom und nVidia ION).
Beide Player benötigten zum problemlosen Abspielen noch ein bisschen Nachhilfe. So war für den Mediaplayer die Installation von ffdshow unbedingt erforderlich, weil sonst weder Bild noch Ton kamen (fehlende Codecs) und der VLC gerne mal nur Ton, aber kein Bild brachte. Letzten Endes jedoch schien nur der Mediaplay davon zu profitieren, während der VLC auch gerne mal bei stinknormalen WMVs nur ein schwarzes Fenster präsentiert. Das Abspielen von Videos aus einer Blu-Ray-Struktur klappt mit beiden irgendwie, wobei aus meiner Sicht auch hier der Mediaplayer punktet.

Sicher, der VLC war mal das Non plus Ultra, ist mittlerweile aber nur noch meine zweite, wenn nicht sogar dritte Wahl.
Hier sollten die Entwickler unbedingt etwas tun und im ersten Schritt wenigstens diese ätzende Font Cache-Aktualisierung wieder abschaffen.
Auch wenn es Möglichkeiten gibt, diesen immer und immer wiederkehrenden Dialog abzustellen, so passiert's auf einmal doch, dass er wieder und wieder und wieder und wieder und wieder auftaucht und dem User dadurch einfach nur auf den Senkel geht. Wird dann zusätzlich auch das schnöde WMV-File nicht abgespielt, lässt man ihn nächstes Mal lieber gleich links liegen.

VLC: Anpassung, Deployment, silent Installation

Wer den VideoLanClient als Paket verteilen will (z.B. per SCCM), kennt vermutlich das Problem mit dem dem nervigen Privacy- und Update-Dialog beim ersten Programmstart. Wer zudem kein Programm-Icon nach erfolgter Installation wünscht und möchte, dass alles im Hintergrund installiert wird, für den gibt es auch eine Lösung.

Die beste Art, die Installationsdatei anzupassen, ist die gepackte Version des VLCs von Videolan.org herunterzuladen und dabei die 7z-Variante (7-Zip-Paket) auszuwählen, da diese eine Datei beinhaltet, die sich zur Anpassung anbietet.
Zusätzlich sollten "NSIS" (Download unter Download von NSIS), das kostenlose Nullsoft scriptable Install System, sowie das Notepad++ (Download unter Download Notepad++) heruntergeladen und installiert werden.

Die Bearbeitung der Programmdatei sollte mit Notepad++ erfolgen. Für die spätere Neukompilierung der Setup-Datei benötigt man NSIS.
Wer darüber hinaus 7-Zip nicht hat, der wird unter Download 7-Zip fündig.

Informationen die Version 2.0.0 und aufwärts betreffend, siehe Marcus' sein Weblog.

Nach der Installation aller drei Programme, entpackt man das 7z-File des VLC-Players und öffnet darin den Ordner "NSIS", der unter anderem die Datei "vlc.win32.nsi" mit Notepad++

1. Um das Anlegen einer Desktopverknüpfung zu verhindern, sucht man nach der Zeile CreateShortCut "$DESKTOP\VLC media player.lnk" ; "$INSTDIR\vlc.exe" "" und kommentiert diese durch ein vorangestelltes ; (Semikolon) aus.

2. Damit der Dialog "Privacy and Network" sowie die Frage nach den Updates unterdrückt wird, sucht man zuerst nach der Zeile CreateShortCut "$SMPROGRAMS\VideoLAN\VLC media player.lnk" "$INSTDIR\vlc.exe" "" und ändert diese in CreateShortCut "$SMPROGRAMS\VideoLAN\VLC media player.lnk" "$INSTDIR\vlc.exe" "--no-
qt-privacy-ask --no-qt-updates-notif"
.
Anschließend sucht man nach dem Eintrag WriteRegStr HKCR "VLC$R0\shell\Open\command" "" '"$INSTDIR\vlc.exe" --started-from-file "%1"' und ändert diesen zu WriteRegStr HKCR "VLC$R0\shell\Open\command" "" '"$INSTDIR\vlc.exe" "--no-qt-privacy-ask"
--started-from-file "%1"'
.

3. Abschließend speichert man die Änderung und schließt die Datei. Danach klickt man die "vlc.win32.nsi" mit der rechten Maustaste an und wählt den Eintrag "Compile NSIS Script" aus, der nach der Installation von NSIS im Kontextmenü verfügbar ist.
NSIS kompiliert nun eine neue Setup-Datei und legt diese eine Ordnerebene höher als .EXE ab.

4. Für die Silent-Installation reicht es nun, die Option "/S" (großes "S") hinter den Installationspfad zu setzen. Z.B.: C:\vlc1.1.4.exe /S



Ergänzung von "Marcus":

Die Abfrage nach der Deinstallation der zuvor installierten Version bei einer Neuinstallation lässt sich im NSIS-Skript deaktivieren.

MessageBox MB_YESNO|MB_ICONEXCLAMATION $Message_AlreadyInstalled IDNO done

ersetzen durch:

MessageBox MB_YESNO|MB_ICONEXCLAMATION $Message_AlreadyInstalled /SD IDNO IDNO done



Auch das Mozilla Plugin lässt sich über diesen Weg aktivieren.

Im NSIS-Skript gibt es eine Zeile die mit "!ifdef INSTALL_MOZILLA" beginnt. Direkt darunter gibt es die Zeile die wie folgt lautet:
"Section /o $Name_Section03 SEC03"

Wenn man hier nun das "/o" entfernt, wird beim Installer das Mozilla-Plugin vorausgewählt. Normalerweise muss man das bei einer manuellen Installation zusätzlich anhaken. Durch diese Änderung ist die Vorauswahl schon gemacht und bei einer Silent-Installation wird das Plugin gleich mit installiert.



Eine vorherige Deinstallation ist nicht zwingend notwendig. Vorhandene Dateien werden überschrieben.

Danach wird ohne weiter nachzufragen ein Update installiert und die alte Version gelöscht/überschrieben. Einfach den frisch erstellten NSIS Installer mit "/S /NCRC" starten und man bekommt ein Setup/Update ohne Nachfrage



Vielen Dank an "Marcus" für diesen Input !


Wiedergabe von HD-Filmen unter Windows 7

Videos in 720p und 1080p werden immer mehr zum Standard. Einige Player jedoch nutzen keine Hardwarebeschleunigung und sorgen damit, insbesondere bei schwächeren Systemen, für eine 100%ige Auslastung der CPU.
Dabei ist die Wiedergabe auch unter Atom/ION-Systemen problemlos möglich, denn einige Player unterstützen (gehen wir jetzt mal von einer Wiedergabe unter Windows aus) die Hardwarebeschleunigung und DXVA (VDPAU unter Linux).

Dazu gehören u.a. der Windows Mediaplayer 12, der Media Player Classic sowie der KMPlayer. Aber auch der DSPlayer sowie der GOM Player sollen dies können. Mit beiden letzteren hatte ich bisher jedoch die Erfahrungen gemacht, dass ebendies nicht klappte oder die Formate schlichtweg nicht unterstützt wurden. Auch das Nachladen von fehlenden Codecs klappte mit dem GOM Player bei mir bisher irgendwie nicht.

Während auch XBMC mit den aktuellesten Releases endlich Hardwarebeschleunigung ermöglicht, hinkte der VLC immer hinterher und eignete sich so gar nicht zum Abspielen.
Mit dem Release 1.1.10 jedoch soll dieses Manko nun behoben sein.
So kann man auf Videolan.org lesen:

QUOTE:

Ready for HD
GPU decoding on Windows Vista and 7, using DxVA2 for H.264, VC-1 and MPEG-2
GPU decoding on GNU/Linux, using VAAPI for H.264, VC-1 and MPEG-2
DSP decoding using OpenMax IL, for compatible embedded devices
Improved support for MKV HD, including seeking fixes, and 7.1 channels codecs
Support for new codecs, like Blu-Ray subtitles, MPEG-4 lossless and VP8

NB: so far, on Windows for GPU decoding, VideoLAN is recommending nVidia® GPU, until ATI® drivers are working with VLC architecture, and until the VLC developers get access to some Intel® hardware supporting GPU decoding.



DAS klingt doch mal gut !
Ich werd's gleich ausprobieren. ;-)

Somit sollten inzwischen also ausreichend Player zur Verfügung stehen, die die genussvolle Wiedergabe hochaufgelöster Filme unter Windows ermöglichen.


Linkliste:

VLC 1.1.10
KMPlayer 2.9.4.1435
GOM Player 2.1.25.5015
DSPlayer 3.98x
Media Player Classic
Windows Media Player 12

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