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Treiberschwergewichte

Früher war es üblich, dass Treiber auf einer 3,5" Diskette daherkamen, wobei sich auf der Diskette i.d.R. alle Treiber für ein System befanden.
In den nachfolgenden Zeiten des Speicherwahnsinns, in denen es auf ein paar tausend oder millionen Byte und Megabyte auch nicht mehr ankam, änderte sich das schnell.
Und wenn ich heute Treiber benötige, muss schon mal der USB-Stick mit GB-Fassungsvermögen her.

Grafiktreiber sind schon länger ordentliche Brocken, aber beim Download von Treibern für einen HP Elite PC 8100 SFF kam ich dann eben doch mal ins Staunen.
Hier ist alleine schon der Audiotreiber rund 30 MB groß. Gut, mag man vielleicht auch schon so gewohnt sein. Dass aber die Netzwerktreiber mit bis zu 267 MB (!) daherkommen, finde ich schon krass. Was beinhalten die ? Bringen dir mir gleich ein ganzes Netzwerk mit ? Gut, der 267 MB Treiber ist für multiple Betriebssysteme, aber der Broadcom NetXtreme Gigabit Ethernet Plus Drivers ist wohl nur für XP Professional. Pff......

Was man hier bei den Treibern sieht, kann man auch bei Software allgemein sehen. Hier heißt's: nicht kleckern, sondern klotzen.
Da freue ich mich doch immer über Programmierer und Wettbewerbe, bei denen man sieht, dass man mit geschickter Assemblerprogrammierung oder optimierten Routinen großes mit wenig Speicherplatz schaffen kann.



QUOTE:

Kleiner ist geiler

Doch darum scheint es den Codern auch gar nicht zu gehen. Natürlich schätzen Sie es, wenn ihre Arbeit gewürdigt wird. Doch vor allem scheint ihnen der Weg das Ziel zu sein. Gruppen wie Farbrausch machen sich den Computer untertan. Sie reizen, tricksen ihn aus, wringen ihm das letzte bisschen Rechenkraft aus den Schaltkreisen. So lange, bis er nach Eingabe eines nur 177 Kilobyte großen Programms einen siebenminütigen 3D-Videoclip ausspuckt, den er in Echtzeit berechnet.
[...]
Hinter diesem Spektakel steht wirklich ein nur 177 Kilobyte großes Programm? Das ist programmiertechnischer Wahnsinn. Zum Vergleich: Aktuelle 3D-Spiele benötigen nicht selten mehrere Gigabyte Speicherplatz.

Quelle: SPIEGEL ONLINE





QUOTE:

Kritik am PC

Viele Szener aus der Frühzeit der Demoszene missbilligen heutige PC-Demos, insbesondere solche aus der „Unlimited“-Kategorie, also ohne eine Beschränkung des Hauptspeichers oder der Programmgröße. Ihr Vorwurf ist, dass man durch die fortschrittlichen technischen Rahmenbedingungen komplexe Grafik wie Texturen oder gerenderte 3D-Modelle komplett in den Arbeitsspeicher einlesen kann, während man früher aufgrund des sehr kleinen Speichers gezwungen war, solche Details während des Ablaufs (Laufzeit) der Demo in Echtzeit berechnen zu lassen.

Für diese Kritiker besteht eine der wichtigsten Herausforderungen der Demo-Programmierung darin, durch Programmiertricks und ausgefeiltere Algorithmen immer mehr das Limit der Hardwarebeschränkungen auszureizen. Bei PC-Demos besteht aufgrund des Wegfalls dieser Beschränkungen darin keine Herausforderung mehr. Hierin liegt auch eine der Hauptursachen für die in den vergangenen Jahren stark zugenommene Aufmerksamkeit gegenüber Intros mit maximal 64KB, 32KB, 4KB oder gar 256 Byte.

Quelle: Wikipedia

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