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XBMC 12 und neue Hardware

XBMC 12 Frodo ist raus, nachdem die letzten RCs - auch bei mir - problemlos liefen. Damit gibt es die 12. Version des Top-Mediaplayer - aus meiner Sicht - wieder für Windows MacOS und inzwischen auch für viele weitere Systeme wie endlich auch Android sowie auch bereits für den Raspberry Pi. Insbesondere letzterer ist interessant, wenn es darum geht, sich einen kleinen Mediacenter für's Wohnzimmer oder wo auch immer anzuschaffen.

Gerne griff man auf einen ACER Aspire Revo beispielsweise zurück (der auch bei mir läuft), da die Abmessungen und Hardware des kleinen Computers ideal sind, um ihn nahezu unsichtbar im Wohnzimmer unterzubringen. Inzwischen bieten aber auch Windows basierte Tablets (z.B. Surface (NICHT RT !)) oder das WeTab mit einem installierten Windows und HDMI-Anschluss ebenfalls die Möglichkeit schnell und einfach einen kleinen Mediacenter zu etablieren. Interessant sind zudem auch kleine Geräte wie der Pivos XIOS, dem es derzeit leider noch ein wenig an Performance fehlt (zumindest was den Bootvrgang angeht) oder die auf Android basierende Ouya-Konsole. Zudem bleibt abzuwarten, welche Möglichkeiten die kommende X-BOX 720 bietet, stammt XBMC ("X-Box Media Center") ja nicht zuletzt von dort (Konsolen-Mod).
Aber auch der kleine Raspberry Pi setzt sich immer mehr durch. Das bisschen Hardware lässt sich wunderbar als kleiner (Linux-)Server für diverse Zwecke einsetzen oder eben auch als Mediacenter, weshalb das XBMC Entwicklerteam bei der Entwicklung der 12. Ausgabe gleich mitgedacht und für den kleinen Kasten gleich entsprechend mit entwickelt haben.

Es wird also spannend im kostengünstigen Home-Entertainment-Bereich, denn immer kleiner werdende Geräte zu immer attraktiveren Preisen (Pivos XIOS ca. 119,- €, Ouya ca. 99,- $), die inwzischen sogar schon den XBMC größtenteils fest integriert haben, sollten auch den letzten Skeptiker oder Unsicheren überzeugen.

Ouya vs. GameStick ?

Ouya scheint ja tatsächlich ins Rollen zu kommen, was man über andere über Crowdfunding finanzierte Projekte nicht unbedingt sagen kann. So wurden dieser Tage 1.200 Konsolen an Entwickler ausgeliefert; ein erster Start also. Ein Unboxing-Video gibt's hier: http://www.next-gamer.de/news/ouya-entwicklerkonsole-ausgepackt-und-vorgestellt/.
Die kleine Konsole wird mit Android betrieben und soll, am Fernseher angeschlossen, als Spielkonsole und Mediacenter dienen. Es liegen zwei Controller bei und XBMC ist vorinstalliert. Zudem sind Hacker und Modder willkommen, weshalb die Konsole ruhig gerootet werden soll, um alles mögliche aus ihr rauszuholen. Definitiv eine interessante Sache, vor allem, wenn es beim Preis von 99,- US-$ (was auf 99,- € hinauslaufen wird), bleibt. Da macht man dann auch mal Abstriche bei Prozessor und Grafikchip.

Mit dem GameStick kündigt sich jetzt ein weiteres Produkt in dieser Art an.
Dieser kommt in Form eines 3G-Sticks daher und wird am HDMI-Anschluss eines TVs angeschlossen. Die Verpackung ist gleichzeitig der Controller, was deutlich macht, wohin die Reise gehen soll: Android als Betriebssystem zum Zocken und zur Medienwiedergabe. Die Funktionsweise unterscheidet sich leicht von der Ouya und auch leistungstechnisch scheint der Stick weniger drauf zu haben, das Konzept hingegen scheint interessant.
Mal sehen was bei raus kommt, denn auch hier sind wieder die User gefragt und zum Spenden aufgerufen. Ouya scheint realisiert worden zu sein, der GameStick musses erst noch zeigen.

WeTab Multimediazentrale

Das WeTab mit installiertem Windows 7 und 2 GB RAM nach Erweiterung ist nix neues mehr. Auch die Lauffähigkeit von Windows 8 und die Wiedergabe von HD-Inhalten ist bekannt.
Und gerade deswegen wird's Zeit für einen neuen Multimedia-Kumpanen im heimischen Haushalt.

Das WeTab, das von Haus aus alles bietet was das Herz erfreut, soll - wenn möglich - mit DualBoot für Android und Windows 8 eingerichtet werden.
Eine externe Platte sorgt für die Multimedia-Inhalte, die über HDMI an den TV übertragen werden sollen.
Zudem soll das Tab TV-Aufnahmen über einen angeschlossenen DVB-Stick und den MS Mediacenter ermöglichen.
Die Wiedergabe von Filmen, Musik (MP3s, Webradio) und Fotos hingegen soll über XBMC erfolgen, der wiederum per App über ein Smartphone (Android, iPhone) gesteuert wird.

Eingebaut in ein schickes Gehäuse soll es damit in Zukunft dann als digitaler Bilderrahmen, Steuer- und Wiedergabeeinheit dienen.
Trotz des Einbaus soll es jedoch auch entnehmbar sein und auf der Couch oder im Bett als eBook-Reader oder zum Surfen dienen, wobei dann Android zum Zuge kommen soll, während Windows 8 die Multimedia-Aufgaben übernimmt.

Jetzt muss nur noch das Tab zu einem guten Preis her und dann kann gebastelt werden.

Wenn's losgeht gibt's alles zum Umbau hier.

iPaq statt iPad

Wer jetzt denkt ich hätte mich verschrieben, der liegt genauso falsch wie diejenigen, die mich immer korrigieren wollen, wenn ich vom "iPaq" spreche.
Aber: der iPaq war zuerst da. Compaq brachte schon vor 10 Jahren Handhelds mit Touchscreen auf Basis von Windows Mobile auf den Markt, die die Bezeichnung "Compaq iPaq" trugen. Irgendwann jedoch wurde Compaq von HP aufgekauft und nach und nach verschwand zunächst der alte Firmenname und schließlich auch die Modellbezeichnung. Damit war die Bahn frei für iPod & Co. .

Compaq iPaq 3970


Der iPaq mit Windows Mobile 2002 und seinem kleinen ARM Prozessor mag technisch nahezu komplett veraltet sein (Bluetooth und GPS sowie LiIon-Akku und SD-Kartenslot sind aber schon an Bord inkl. USB-Schnittstelle an der Dockingstation für den Anschluss an einem Rechner), kommt aber bei mir immer noch zum Einsatz, denn auch wenn ich mit dem Windows Mobile 2002, dem Office Premium und der schwachen Unterstützung von SD-Karten <= 1 GB kaum noch etwas anfangen kann, so spielt das Gerät seine Stärke auf einem Gebiet noch voll aus: Multimedia. Und damit meine ich nicht die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten wie Musik und Filmen, die zwar funktioniert, aber nur gut, wenn es sich um WAVs und MP3s oder Filme in WMV, MPEG oder AVIs (ohne DivX) handelt. Aber das meine ich nicht, sondern ich meine die Funktion, die iPad und Logitech Harmony in den Schatten stellt.
Wieso ich jetzt hier Logitech erwähne ?
Das Stichwort ist "Nevo", eine Applikation - heute wäre es eine "App" - zum Steuern jeglicher Endgeräte, vom Fernseher über den BluRay-Player bishin zu allem anderen, das über eine Infrarotschnittstelle auf ein entsprechendes Signal reagiert. Wer jetzt sagt: das kann die Logitech Harmony doch auch, der hat recht, aber der iPaq hat trotzdem die Nase vorn. Ganz klar ist das rund viermal so große Display mit Touchscreenfunktion und Beleuchtung wesentlich bedienerfreundlich als die kleinen Anzeigen der Fernbedienungen der Harmony-Serie. Eine Ausnahme machen hier die teuren Modelle der 1100er Serie.

"Nevo" bietet umfangreiche Konfigurations- und Nutzungsmöglichkeiten, über die sich Benutzerprofile, Räume, Geräte und Tasten festlegen lassen.
So kann man zum Beispiel "Max Mustermann" etc. als Profil anlegen, die Räume "Wohnzimmer", "Arbeitszimmer" usw. hinzufügen und unter diesen Geräte hinzufügen. Dabei wählt man entweder aus den vorgegebenen Gerätetypen (DVD, TV, Video, etc.) aus oder legt sich kurzerhand neue an. Anschließend kann man sich passend zum Gerätetypen ein Profil aus den hunderten bis tausenden hinterlegten auswählen (Hersteller, Modell). Natürlich sind die Einträge veraltet und neue gibt's nicht, aber auch das ist kein Problem, denn findet man sein Modell nicht, belegt man einfach die Tasten selbst. Hierzu kann man sich bis zu drei Tastenfelder anlegen, zwischen denen man auf Wunsch hin- und herwechseln kann. Das ist praktisch, denn dadurch kann man sich die meist benutzten Tasten auf ein Feld legen, die weniger benutzten auf das zweite und so weiter.
Man legt also eine neue Taste und belegt sie entweder mit einer bestehenden Funktion, was jedch aufgrund des nicht vorhandenen Gerätemodells sinnlos ist, oder lässt das Gerät lernen.
Hierzu drückt man die neue Taste auf dem Touchscreen des iPaqs, hält die "echte" Fernbedienung des zu hinterlegenden Geräts so, dass sich beide Infrarotschnittstellen sehen und drückt die entsprechende Taste. Nach einer Sekunde quittiert der Compaq dies mit einem Signalton und die Taste ist belegt. Abschließend kann man sich noch eine Beschrift oder ein Symbol auswählen oder Text kurzerhand selbst tippen und kann sogar eine Tastenfarbe auswählen. Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen wurde, kann man das gewählte Gerät bereits steuern.

Auf diese Weise habe ich alle Geräte entsprechend hinterlegt und kann diese - wie mit einer Harmony - bequem über den Touchscreen auswählen, bedienen und habe nur die Tasten vor mir, die ich ständig brauche.
Und wenn das nicht reicht, habe ich sogar die Möglichkeit, ganze Funktionsserien - quasi wie Makros - zu hinterlegen. So schaltet sich z.B. auf einen Druck der TV und der Receiver ein, die Lautstärke wird auf den gewünschten Pegel reduziert und der BluRay Player gestartet.
Und das ist nur die leichteste Übung für "Nevo".

"Nevo" war früher vorinstalliert und konnte später nur noch extra gekauft werden.
Wer also die Möglichkeit hat, noch einen Compaq iPaq (z.B. Modell 3970) für kleines Geld zu bekommen, der sollte zuschlagen !
Bei eBay bekommt man ihn derzeit für rund 20,- €. Eine Logitech Harmony mit Display kostet gleich mal das 7-Fache !
"Nevo" selbst scheint's nicht mehr als Software zu geben. Stattdessen bietet das Unternehmen Fernbedienungen mit der hauseigenen Software an, die optisch stark an Logitechs Harmony erinnern.

VLC nervt nur noch

Der VLC-Player wird gerne mal als DER Mediaplayer schlechthin bezeichnet, weil er (vermeintlich) alles abspielt - sogar Dateien, die sich noch im Download befinden.
Letzteres: Ja
Alles abspielen ? Mittlerweile nein.

Mich nervt inzwischen nicht mehr nur massiv das Aktualisieren des Font-Cachs (x-fach im Internet zu finden, dass auch andere das so sehen), sondern auch, dass der VLC bei vielen Dateien rumzickt oder die Wiedergabe nicht das Gelbe vom Ei ist.
Der Windows Mediaplayer, der für mich lange Zeit der Inbegriff von medialer Unfähigkeit war, zeigt inzwischen wie's besser geht.
1080p MMKVs spielt der Mediaplayer unter Windows 7 glasklar, ruckelfrei und in bester Soundqualität ab. Auch der "Mediaplayer Classic" kann das.
Hardwarebeschleunigung sei dank sorgen die beiden für echtes Filmvergnügen. GPU-Decoding kann auch der VLC seit Version 1.1.x, aber trotzdem ruckeln manche Filme. Und vergleicht man dann noch die Bildqualität, schneidet der Mediaplayer eindeutig besser ab (daheim verglichen auf einem Samsung LE46B640 und einem ACER Aspire Revo mit 2 GB RAM unter Windows 7, mit Intel Atom und nVidia ION).
Beide Player benötigten zum problemlosen Abspielen noch ein bisschen Nachhilfe. So war für den Mediaplayer die Installation von ffdshow unbedingt erforderlich, weil sonst weder Bild noch Ton kamen (fehlende Codecs) und der VLC gerne mal nur Ton, aber kein Bild brachte. Letzten Endes jedoch schien nur der Mediaplay davon zu profitieren, während der VLC auch gerne mal bei stinknormalen WMVs nur ein schwarzes Fenster präsentiert. Das Abspielen von Videos aus einer Blu-Ray-Struktur klappt mit beiden irgendwie, wobei aus meiner Sicht auch hier der Mediaplayer punktet.

Sicher, der VLC war mal das Non plus Ultra, ist mittlerweile aber nur noch meine zweite, wenn nicht sogar dritte Wahl.
Hier sollten die Entwickler unbedingt etwas tun und im ersten Schritt wenigstens diese ätzende Font Cache-Aktualisierung wieder abschaffen.
Auch wenn es Möglichkeiten gibt, diesen immer und immer wiederkehrenden Dialog abzustellen, so passiert's auf einmal doch, dass er wieder und wieder und wieder und wieder und wieder auftaucht und dem User dadurch einfach nur auf den Senkel geht. Wird dann zusätzlich auch das schnöde WMV-File nicht abgespielt, lässt man ihn nächstes Mal lieber gleich links liegen.

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