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Raspberry PI als DLNA Server

Bisher sahen wir uns unsere Filme an, indem wir den kleinen ACER Revo mit Windows 8 anschmissen, XBMC starteten und den gewünschten Film abspielten. Da ich aber keinen Rechner mehr starten möchte, da der TV ja DLNA fähig ist, suchte ich nach einer Lösung und entschied mich dafür, den kleinen Raspberry Pi in seinem Funktionsumfang (bisher Cloudserver und Samba) zu erweitern. Sicher, man hätte auch einen Rechner laufen lassen können, auf dem XBMC als DLNA Server fungiert, aber wenn man schon einen Minirechner hat, der ohnehin immer läuft und dazu kaum Strom verbraucht, weshalb dann noch einen zweiten nutzen ?
Und so entschied ich mich für "MiniDLNA". Alternativ hätte es auch der XBMC sein können, aber MiniDLNA ist wie der Name schon sagt: klein, leicht und ruckzuck konfiguriert.

Leider schlug die Installation wie so oft gleich fehl. Ich loggte mich per SSH auf dem Pi ein und wollte zunächst ein Update sowie ein Upgrade von Wheezy machen, um danach MiniDLNA installieren zu können:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade


Tja, leider konnten Repositories und Server nicht gefunden werden. Klasse. Ohne erfolgreiches Update und Upgrade scheitert aber auch die Installation von MiniDLNA.
Auch ein "sudo aptitude full-upgrade" scheiterte. Gut, konnte ich halt nicht weitermachen.
Und so probierte ich es heute, zwei Tage später erneut und siehe da: Update und Upgrade liefen auf einmal erfolgreich durch und zeigten mir auch andere Pfade zu den Repositories an. Da war wohl etwas verschoben und in der Zwischenzeit korrigiert worden.

Nachdem alles durch war, konnte ich MiniDLNA installieren:

sudo apt-get install minidlna

Die Installation an sich war schnell erledigt und das Configfile schnell angepasst:

sudo nano /etc/minidlna.conf

Meine Pfade passte ich der Doku entsprechend an:

media_dir=V,/media/exthdd/TV
media_dir=V,/media/exthdd/Filme


Die Pfadangaben und welche Medien sie enthalten folgen den Schema:

# * "A" for audio (eg. media_dir=A,/var/lib/minidlna/music)
# * "P" for pictures (eg. media_dir=P,/var/lib/minidlna/pictures)
# * "V" for video (eg. media_dir=V,/var/lib/minidlna/videos)


Abschließend trug ich die IP des RPIs unter "listening_ip" ein, ließ die vorgegebene Portnummer zunächst stehen, trug als "presentation_url" einfach "http://meindlna.de:80" ein, vergab einen "friendly_name" und beließ die "serial" bei der Voreinstellung. Auch "model_number" ließ ich in der Voreinstellung, aktivierte aber die automatische Erkennung neuer Dateien per "inotify=yes" und setzte das "notify_interval=895".
Danach speichern und per sudo minidlna -R die Verzeichnisse scannen lassen.
Per sudo service minidlna restart wurde dann MiniDLNA gestartet und mit sudo update-rc.d minidlna defaults den Autostart von MiniDLNA nach einem Reboot aktiviert.

Ausprobieren konnte ich das ganze jetzt noch nicht, da ich die Installation und Konfiguration von unterwegs aus vornahm. Was jedenfalls noch nicht klappte, aber das liegt eher an anderen technischen Eigenheiten, war der Zugriff auf die Medien per "MediaHouse" App von meinem Android Smartphone über eine bestehende VPN-Verbindung mit daheim. Auf die (lokalen) Geräte im Heimnetz kann ich über Freigaben zugreifen, der DLNA-Server wird aber nicht gefunden. Ein Netzwerkscan via FING-App zeigt mir nur die IPs und Geräte innerhalb des WLANs, in dem ich mich zurzeit befand. Auch ein Ping via "Ping&DNS" auf die IP des RPis scheiterte. Aber gut, das liegt eben alles an der Verbindungskonstellation. Werde daher heute abend mal den TV anwerfen und sehen was geht. Die Medienwiedergabe und damit das Streamen der Filme soll jedoch, was ich bisher so gelesen habe, problemlos möglich sein:

Oh and by the way, it streams 1080p to XBoxes, Playstations, Smart TVs and other computers flawlessly...

Und auch der Output über USB 2.0 (Anschluss am RPi) ist laut Erfahrungsberichten groß genug, um Filme ruckelfrei wiedergeben zu können. Selbst 4K-Titel stellen - angeblich - kein Problem dar:

USB 2.0 has a maximum throughput of 280mbits/s. According to this chart, http://en.wikipedia.org/wiki/High-definition_video#HD_on_the_World_Wide_Web.2FHD_streaming, it is more than enough.

According to the Blu-ray wiki, "Hitachi stated that such a disc could be used to store 7 hours of 32 Mbit/s video (HDTV) or 3 hours and 30 minutes of 64 Mbit/s video (Cinema 4K)." So again, USB 2.0 still has enough bandwidth, even for 4K apparently.



Wir werden sehen. ;-)

*EDIT*

Nach ein paar Tests muss ich sagen: es funktioniert alles super ! Ruckelfrei und problemlos. Lediglich fehlende Audio-Codecs auf dem TV verderben einem den Spaß. Je nachdem, welches Tonformat der Film mit bringt, kann der Fernseher damit nichts anfangen und meldet: "Audiocodec nicht erkannt" (oder so ähnlich). Dann kann man leider nichts machen, außer den Film in einem anderen Audioformat abzulegen. Welche Codecs von welchen Geräten unterstützt werden, kann man - irgendwo - auf den Seiten der Hersteller, in deren Handbüchern und im Internet in Foren finden. Eine Googlesuche ist hierbei recht hilfreich. ;-)

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