Aus dem Alltag eines IT'lers

Nerd-Blog :: Worum geht's ?

Nerd-Blog  /  Worumgehts

Nerd ? Nerd !



Nerds. Was sind Nerds eigentlich ?

Zieht man die allwissende Wikipedia zu Rate, wäre ein Nerd folgendes:




Nerd [nɜːd] (engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter) steht meist abwertend für besonders in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Mitmenschen (Eigenbrötler). Manchmal wird auch ein überdurchschnittlicher Intelligenzquotient (IQ) als begleitende Eigenschaft genannt.




So, damit wäre zumindest dieser Begriff schonmal erklärt. Wieso dieses Blog hier so heißt ?



Wieso "Nerd-Blog" ?



Ich hätte das Ding auch "Tagebuch eines Nerds", "Ich, der Nerd" oder "A Nerd's Life" nennen können. Klingt aber alles ---- genausowenig spektakulär wie "Nerd-Blog". Zudem sind Begriffe, die super nach Web 2.0 klingen, groß in Mode. Also hörte sich irgendwas mit dem Zusatz "...-Blog" schonmal gar nicht so schlecht an. Naja, da ich gerne mal als Nerd bezeichnet werde und ich mich auch nicht selten selbst als einen ansehe, passt's doch. :-)



Nerd ? Ich ?



Also was den Nerd in mir angeht, so können wir den Kram in den ersten Klammern des Wikipedia-Artikels weglassen; trifft auf mich nicht zu. :-) In Computer und Technik bin ich permanent vertieft, das stimmt. Aber Eigenbrötler ??? Neeee, das stimmt wiederum nicht. Ja, und was den Rest mit dem IQ angeht ? Kann schon sein, hab's noch nicht getestet. Fest steht, jedenfalls, dass ich nicht sonderlich gut bin, irgendwelche Figuren innerhalb kürzester Zeit zusammenzusetzen. Deswegen falle ich da in der "Brain Academy" auf der Wii auch gerne mal durch. :-P



Nerd ? Warum ?



Was das Nerdsein angeht, so spielen Computer und Technik seit mindestens meinem fünften Lebensjahr (1979) eine Rolle bei mir. Die erste Berührung hatte ich mit einer PONG-Konsole (*büng*, *bong*), gefolgt von einem ATARI 2600. War herrlich, die blockigen Panzer durch die Gegend rollen zu lassen oder als Cowboy, der aussah wie aus Legosteinen zusammengezimmert zu sein, auf meinen Gegner zu feuern. :-) Mit acht saß ich schließlich an einem Sinclair ZX 81, tippte erste Codezeilen ab und ließ Sterne und Kommas den Bildschirm runterlaufen. "Downhill Ski" und "Autorennen". Ja, klar. :-D




Sinclair ZX81


Sinclair ZX81 und erste Codezeilen


 


Tja, und schon bald folgten ein Commodore C64 und ein AMIGA 2000. Dazwischen waren lose Nintendo Game & Watch gestreut. Die ersten Kontakte mit einem Akkustikkoppler und BTX müsste ich so mit zehn oder so gehabt haben.


AMIGA


Mein altes Kinderzimmer und mein guter, alter AMIGA 2000 (noch in Betrieb !)


 



Ich wusste bereits was Blue Boxing bedeutet, wie man es einsetzt und dass man BTX knacken kann. Besonders geil fand ich zu dieser Zeit - und dies sei nur am Rande erwähnt - den ersten Fotodrucker (Kostenpunkt ca. 2.900,- DM) der mir unter die Augen kam. Der konnte schon echte Fotos ausdrucken. :-D Naja, und so beschäftigte ich mich mit Phreaking und dem Erstellen von Cracktros für den AMIGA, interessierte mich daneben für die Manipulation von Telefonkarten für die öffentlichen Fernsprecher und machte die Bekanntschaft mit dem "Internet" über einen 286er PC, der die Verbindung zu diversen BBS über ein 1.200 Baud-Modem herstellte. Wahnsinn !



Zu diesem Zeitpunkt wollte ich die Prophezeiung, dass der PC den AMIGA in Bälde ablösen wird, noch nicht wahrhaben. Als 1994 dann jedoch ein 486er bei uns im Wohnzimmer werkelte und ich DOOM II und Larry, Police Quest und Scorched Earth im Akkord zockte, wusste ich, hier wird sich etwas ändern. Und so ging's eben weiter. Dazu kamen Konsolen unterschiedlicher Art (SNES, SEGA Meadrive, SEGA Gamegear, Nintendo Gameboy, Wii, etc. etc.) und natürlich diverse PCs. Dem C64, dem AMIGA 2000 sowie einem AMIGA 500 jedoch bin ich treu geblieben. Alle drei werden gehegt und gepflegt. :-)



Von 2000 bis ca. 2004 war ich ganz dem Clanleben und den LANs verfallen, war abgeschottet und trainierte (Unreal Tournament 99) morgens vor der Arbeit, abends und nachts, spielte in Ligen (national und international) und zog von LAN zu LAN. Wow ! Sollte da oben ein Teil der Wikipedia-Beschreibung jetzt also doch zutreffen ? Ab 2005 beruhigte sich das jedoch enorm. Dabei bleibt aber nicht aus, dass ich mich weiterhin ständig mit dem Thema IT und Technik befasse. :-)




Commodore C64


C64 und AMIGA - noch in Betrieb


 



Und wieso "Supporter-Alltag" ?



Tja, ich hatte mein Hobby zu meinem Beruf gemacht. Ich hätte sicherlich vieles anderes machen können: z.B. Infrastruktur und Netzwerktechnik, Security oder wasweißich. Support ist jedoch wesentlich amüsanter. :-) Nebenbei leitete ich Projekte und administrierte so Sachen wie den Cisco Callmanager (vorher Alcatel Omni PCX und 'ne alte Bosch TX33 oder wie die hieß), RICOH-Geräte, Microsofts SCCM, etc. und kümmerte mich um andere Dinge aus dem Infrastrukturbereich.

Aber im Support fallen eben einfach so geile Sachen an, dass es jeden Tag etwas zu lachen gibt - wenn man sicht nicht wieder gerade aufregt.

Aktuell geht's jedoch etwas ruhiger zur Sache und ich bin in die hinteren Reihen gerückt. Im strategischen Bereich mime ich den Knowledge Manager.

Aber das "Praktische" und echte (Support-)Leben ist da "draußen", und da komme ich schon wieder hin. ;-)