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Aus grauer Vorzeit: Interton 3000

Ein altes Foto im Album zeigt mich und meine Schwester ca. 1981 mit einem Interton 3000 spielen.
Zugegebenermaßen dauerte es einen Moment, bis ich den Namen dieser Konsole in Erfahrung gebracht habe, da man auf dem Bild nicht genau erkennen kann, womit wir da spielen.
An die Konsole selbst kann ich mich jedoch ganz genau erinnern. Und dabei bestand (und bestehe) ich die ganze Zeit darauf, dass man auf dieser neben den üblichen PONG-Clones "Tennis", "Fußball", "Eishockey" und "Squash" auch mit einem BMX-Motorrad über einen Parcours fahren konnte, wobei es gut sein kann, dass es sich hierbei um eine weitere Konsole in unserem Besitz handeln könnte. Hier bin ich noch am Recherchieren. Gekauft habe ich mir jedoch inzwischen: das Interton 3000 ! :-D





Jetzt heißt's anschließen, losspielen und dem "Düng", "Düng" lauschen, wenn der Ball vom Bildschirmrand oder dem Balken abprallt, der einen Schläger symbolisieren soll. *g*

Retro: Langenscheidt Sprach-Rechner

Langenscheidt - kennt man sonst ja nur in Buchform. In den 80ern gab's aber auch mal Taschenrechner (mit Grundrechenarten), die Mathe mit Fremdsprache verband.
Somit konnte man nicht nur rechnern, sondern sich auch noch Vokabeln von Deutsch in die entsprechende Fremdsprache (z.B. Englisch) übersetzen lassen und umgekehrt.
Zudem konnte man ein Wörterbuch aufrufen und einen Vokabeltrainer starten, der in spielerischer Form Vokabeln anzeigte, die es zu übersetzen galt.

Langenscheidt Vokabelrechner


Über den Schiebeschalter über den Tasten konnte man zwischen den Sprachen und Modi (Wortschatz, lernen, etc.) umschalten und die vier blauen Tasten waren doppelt belegt. Sie ließen sich im Sprachmodus ("ABC1", "ABC", Vorwärts- und Rückwärtssuche)wie auch im Rechenmodus nutzen.

Verarbeitungstechnisch war der "alpha 8", so der Name des Geräts, spitze. Das Gehäuse war aus Metall und nicht bei Taschenrechnern sonst üblich aus Kunststoff. Zudem befand sich das Gerät in einem Kunstleder-Etui mit Einlage für das Handbuch.
Aufgrund des einzeiligen Displays ohne Hintergrundbeleuchtung hielt die Batterie recht lange, was auch gut war, da fas Gerät für den Wechsel der Knopfzelle(n) erst aufgeschraubt werden musste.

Fand das Gerät wirklich innovativ, und es hob sich gut vom Einheitsbrei der grauen Taschenrechner ab.
Heute ersetzen Smartphones mit entsprechenden Apps die Funktionalitäten des "alpha 8", damals aber musste man erstmal nach so etwas suchen.

Retro: Datensicherungsmedien

Ob man's jetzt Datensicherung nennt oder Backup: gemeint ist dasselbe und wichtig ist's, wenn man seine Daten nicht verlieren will.
Heute sichert man auf Bänder, Platten oder ggfs. Sticks, vor über 20 Jahren war das noch ein wenig anderes, zumal sich die Größe der Backups vermutlich im Bereich <=> 1 MB bewegt hat. :-D

Wo so etwas gespeichert wurde ?
Nun, ein Blick auf nachfolgendes Foto zeigt's:

Backup-Datenträger - Diskette und Kassette


Zu sehen sind eine 8" Floppy-Disk mit Backups von 1987 und eine spezielle Datensicherungs-Kassette (verfügt über eine Kerbe am oberen Rand sowie einen Schieber für Schreibschutz) mit Backups von 1989 !
Nicht nur, dass da heute nix mehr drauf passen würde: verlassen wollte sich da sicher keiner mehr drauf, dass seine Daten so richtig gesichert sind. ;-)

Retro: Texas Instruments Dialer

Wie angekündigt, hier der erste Retro-Artikel. :-)
In meiner Kiste schlummert unter anderem schon lange ein alter Texas Instruments-Rechner, den ich mir mal anschaffte, weil er ein technisches Highlight bot: eine Wählfunktion !
Angeblich wäre es bei Amerikanischen Phone Phreaks beliebt gewesen, weshalb ich ihn mir auch zulegte, nur leider arbeiteten die generierten Töne nicht wirklich mit den Deutschen Telefonsystemen zusammen. :-D Blöd', aber dennoch bot das Teil ein paar nette Features.

So bekommt man neben einem Standard-Taschenrechner auch einen Terminkalender, eine Art Verzeichnis-Explorer, einen Timer, ein Telefonbuch (u.a. mit Schnellwahltasten) usw. .
Nicht schlecht !
Auf der Vorderseite findet man daher die Tasten "1" und "2" mit der Überschrift "Hotline", dann "MANL", "LOCAL" mit der Überschrift "INS" und "SLOW". Wofür diese im Einzelnen gut waren, weiß ich leider nicht mehr, zumal ich auch das Handbuch nicht mehr habe. :\
Darunter die Tasten "TEL" mit einem Telefon-Icon darüber, "TIME" mit einer Uhr und der Beschriftung "OFF" darüber, "SCHDL" mit einem Kalender-Icon, "CALC" mit einem Rechner-Icon und "FILE" mit einem Ordner-Icon.
Darunter folgen doppelt belegte Tasten, deren erste Funktion ein Schlüssel (Einträge sperren), ein Pfeil nach links und einer nach rechts, sowie ein Pfeil nach oben und einer nach unten sind. Die zweite Funktion ist die taschenrechner typische Memoryfunktion "M-", "M+", "MC" und "MR".

Der Rest der Tastatur ist mit Buchstaben und Zahlen sowie einem Glocken-Symbol, "JOIN", "SPACE", "SHIFT" und "DEL" belegt.

Jetzt könnte man sagen: "Hm...ja, klingt aber nicht so spannend". Ok, grundsätzlich vielleicht nicht, aber bedenkt man, dass der Rechner damit im Grunde der Zeit der Organizer & Co. voraus war, zudem die Wählfunktion mit Lautsprecher (auf der Rückseite) bot und das alles in nur einem zweizeiligen Taschenrechnerdisplay (!), dann muss man schon zugeben, dass der Texas Instruments Dialer (TI-3200 Pro Dialer) ein richtig klasse Gerät war ! :-)

Mehr Infos zum TI-3200 findet Ihr auf Datamath.org .

TI Dialer - Vorderseite TI Dialer Rückseite

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