Nerdy Talk - Entries from September 2015

UEFI bootet nur noch in SHELL

Dass ich kein Freund von UEFI bin, ist kein Geheimnis. Und ein erneutes Erlebnis bestätigte mir mal wieder meine Abneigung dagegen.
Ich wollte ein BIOS-Update meines MSI Boards durchführen und bootete daher ins BIOS, um mir die aktuelle Version auszulesen. Und als ich es wieder verlassen wollte (Exit without Changes) weigerte es sich. Ich landete nach der Bestätigung immer wieder im BIOS GUI. Also schaltete ich den Rechner einfach aus und fuhr in wieder hoch. Doch danach startete dieser lediglich in der UEFI Shell.
Ähh.....ok.

Ich tippte brav ein "exit" ein, um den Rechner neu zu starten, doch es passierte nichts. Also führte ich einen Reset durch und landete erneut in der SHELL, die mir die Wahl ließ, das Script zu beenden oder fortzufahren, doch egal was ich wählte, ich landete immer wieder in der Shell. Irgendwann jedoch gelang es mir nach einem "exit" ins GUI des BIOS zu kommen. Dort sah ich, dass meine SSD nachwievor als UEFI Datenträger zur Verfügung und auch an erster Stelle stand. Soweit sah's also gut aus. Aber was war das Problem ?
Aus dem BIOS kam ich wieder nicht und so führte ich erneut einen Reset durch, nach dem der Bildschirm jedoch nur schwarz blieb und die Lüfter auf voller Drehzahl liefen. Also ein erneuter Reset: wieder nur ein schwarzer Bildschirm. Und noch ein Reset und nur der Hinweis "A2" in der rechten, unteren Ecke. Also vom Strom getrennt, Stecker raus, Netzteil aus und nach 30 Sekunden alles neu gestartet. Ergebnis: UEFI Shell.
Uff!

In der Shell gab ich erstmal den Befehl zum Auflisten der Datenträger ein und auch dort sah erstmal alles gut aus. Was war jetzt das verdammte Problem ? Per "exit" Befehl kam ich wieder ins BIOS und schaute nach. Hatte sich etwas geändert, das ich gar nicht umgestellt hatte ? Und tatsächlich: aus unerfindlichen Gründen änderte sich eine Boot-Option, die jetzt eben für das Starten der Shell verantwortlich war und den Windows Start dadurch verhinderte. Ich stellte den Wert also wieder auf "Windows" um, speicherte und verließ das BIOS - diesmal erfolgreich - und siehe da: der Rechner fuhr wieder hoch.
Sagenhaft!

Weshalb sich dieser Wert nur durch das Betreten des BIOS umgestellt hat, weiß ich nicht. Ich weiß jedoch, dass ich erneut unnötige Zeit mit UEFI Kack' verschwendet habe und wir sicherlich keine Freunde mehr werden.

Windows 10 - Neuinstallation umständlich

Bei der Aktualisierung eines Notebooks mit Windows 7 Home, 64-Bit, erlebte ich wieder ein Microsoft-Abenteuer. Anwendern wird versprochen, dass Windows 10 doch so einfach zu beziehen und installieren sei, aber ist dem auch so ? Vielleicht. In meinem Fall hingegen war es einfach ... nur nervig.

Im ersten Schritt führte ich das Upgrade nach erfolgreicher Reservierung aus. Der Download dauerte, die Systemprüfung dauerte und das Upgrade an sich dauerte: geschlagene zwei Stunden (ohne die Downloadzeit!).
Nach dem Upgrade stellte ich dasselbe fest wie bei bei meinem Gamingrechner: der Bootvorgang und die Anmeldung dauerte dreimal so lange, weshalb ich dieses Mal eine Neuinstallation von Grund auf durchführen wollte. Und damit ging es dann auch schon los, denn nichts funktionierte richtig und viele gutgläubige Anwender mit wenig bis keiner Erfahrung wären kläglich und verzweifelt gescheitert.

Da ja suggeriert wird, dass Windows 10 völlig problemlos von einem USB-Stick neuinstalliert werden könne, entschied ich mich für diese Methode, nicht zuletzt, weil ich ohnehin keine DVDs zur Hand hatte.
Und so lud ich im ersten Schritt das "Media Creation Tool" von Microsoft herunter. Das Tool lud danach brav die Installationsdateien herunter, was erneut eine Weile dauerte, und formatierte den Stick. Als der Vorgang abgeschlossen war, startete ich den Rechner neu und änderte die Bootreihenfolge im BIOS (USB an 1. Stelle). Danach speichern und Reboot und: nix ! Der Stick wurde nicht erkannt (erwartungsgemäß, denn die Erfahrung bringt es mit sich) und Windows wurde gestartet.

Schön, also führte ich einfach die EXE auf dem Stick direkt aus und der Installationsdialog erschien, in dem man jedoch nur wenig bis nichts einstellen/entscheiden kann. Denn ich hätte gerne die Platte neu partioniert und formatiert z.B., doch das war mir hier nicht möglich. Na gut, dann installieren wir eben so neu. Der Vorgang dauerte eine geschlagene Stunde ! Und das bei einem rund 1 1/2 Jahre alten Notebook mit 8 GB und einem i5. Wow. Wie war das nochmal in der Werbung ? War da nicht irgendwas mit schnellem Start, schneller und einfacher Installation und überhaupt: alle easy ? Bisher merkte ich davon nichts.

Nach der Neuinstallation blieben die beiden Partionen wie zuvor, ansonsten war aber alles neu, bis auf die Dauer des Startvorgangs. Daran änderte sich nicht viel. Er dauerte immer noch.

Ok, was nun ? Der Stick muss anders formatiert werden, weshalb ich mir über das Media Creation Tool die Windows 10 ISO herunterlud und anschließend das "USB/DVD-Downloadtool für Windows 7" und dieses installierte, denn damit soll der Stick korrekt formatiert werden. Doch nach der Installation......ääh....nichts. Wohin wurden die Programmdateien installiert ? Die Anwendung ist weder unter "Alle Apps", noch unter C:\Programme oder C:\Programme(x86) zu finden. Erfolgreich war das Setup aber, denn ein erneutes Ausführen brachte die Abfrage zur Reparatur oder Deinstallation.
Immerhin findet sich auf dem Desktop ein entsprechendes Icon, das auf "C:\Users\*******\AppData\Local\Apps\USB DVD-Downloadtool für Windows 7\Windows7-USB-DVD-Download-Tool.exe" verweist. Aha!

Nach dem Start des Tools wurde der Stick formatiert und das ISO-File extrahiert und rüberkopiert.
Abschließend hieß es: erneut versuchen und siehe da, der Stick wurde erkannt und das Setup aufgerufen, welches jedoch schon bei der Eingabe der Seriennumer scheiterte. Nach Eingabe derer, die auf dem üblichen Aufkleber auf der Unterseite aufgedruckt ist, erschien nur die Meldung, dass mit dem Product Key etwas nicht stimmen würde. Ächz, aber klar. Es handelt sich um einen OEM Key, mit dem eine Neuinstallation mit einem (evtl.) beiliegenden Datenträger möglich ist. Also übersprang ich die Nummer und fuhr mit der Partitionierung und dem Üblichen fort.

Und damit war Windows 10 mit einigen Hürden erfolgreich neu installiert und wurde dank des entsprechenden Herstellereintrags BIOS und der Seriennummer (Zusatz "OA" - "Online Activated") auch direkt aktiviert.

Und jetzt möchte ich Otto Normaluser sehen wie er das, wie in der Werbung und in zahlreichen Zeitschriftenartikeln beworben, hinbekommen hätte.

Windows 10 - schnell, einfach und anwenderfreundlich.
*räusper*
Wie man's nimmt...
Nach der Neuinstallation jedenfalls bootet es nun jedenfalls endlich schneller.

Windows 10 Downgrade

Windows 10 auf dem WeTab: hmmm......jaaaa, kann man machen.....muss man aber nicht. Ich tat es und fand's interessant, allerdings machten ein paar Treiber Probleme und die Performance litt ordentlich. Der Start des Geräts brauchte lange und Anwendungen benötigten ewig Zeit, um gestartet zu werden. Die Nutzung machte damit nicht wirklich Spaß. Also versuchte ich, was mit Windows 10 beworben wird: der problemlose Rückkehr zur zuvor installierten Version. In meinem Fall war das Windows 8.1 und ich stieß den Vorgang einfach mal an.

Das ganze dauerte eine Weile und wurde, wider erwarten, erfolgreich abgeschlossen ! Ich war wirklich erstaunt und beeindruckt, denn, das muss ich ehrlich sagen, nach all den Jahren Erfahrung mit Windows hatte ich nicht damit gerechnet. Wie oft propagierte Windows etwas, das dann doch nicht funktionierte. Von der Reparatur bis zum Finden von Treibern usw. . Das Rückgängigmachen in meinem und diesem Fall jedoch klappte. Windows 10 ist weg und 8.1 wieder da und lässt sich sofort wieder reibungslos nutzen. Lediglich die WLAN-Zugangsdaten mussten nochmal hinterlegt werden, aber das war es auch schon.
Und jetzt läuft das Tablet auch wieder flüssig und gut.

Windows 10 auf dem WeTab: einen Versuch war's wert. Mehr Zeit und Mühe wollte ich aber nicht reinstecken.

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