Nerdy Talk - Entries from August 2013

Philips Hue - Alltagsfazit

Die HUE-Birnen sind bei mir ja jetzt bereits seit einigen Wochen in Einsatz und mein Fazit ist: ok. Nicht mehr und nicht weniger. Sicher: man könnte wahrscheinlich noch einiges mehr aus ihnen rausholen, aber als Nicht-iDingens-User muss man Hürden überwinden. Dank der (kostenpflichtigen) Android App "Hue Pro" kann man immerhin fast alles machen, was auch HUE den Konsumenten verspricht, Android-Usern aber nicht ermöglicht.
So lassen sich die Birnen per Geo-Fencing schon beim Erreichen des eigenen WLANs einschalten, was besonders in den kommenden kürzeren Herbst- und Wintertagen praktisch ist. Zudem lassen sich Alarme (einmalig oder wiederholend) erstellen, sodass die gewünschten Lampen an den gewünschten Tagen, zu den gewünschten Uhrzeiten an- oder ausgehen, wobei sie sich dabei auch einfaden lassen (langsam heller werden).
Was noch nicht funktioniert ist ein fließender Farbwechsel (z.B. morgens warmgelb, mittags weiß, abends blau), eine Disco-Funktion sowie zufälliges ein- und ausschalten der Lampen (z.B. als Einbruchschutz).

Damit gehen jetzt also bei uns Lichter an und wieder aus, leuchten - je nach Einstellung - unterschiedlich hell und unterschiedlich farbig. Nett. Aber das war's auch schon. Es ist sogar oft nervig, wenn die herkömmlichen Birnen durch die neuen ersetzt wurden und die Lampen nicht mehr ausgeschaltet werden sollen, damit die Birne nicht aus der Programmierung fliegt. Man muss also zum Ein- oder Ausschalten einer Stehlampe z.B. jedesmal erst zum Handy greifen, es entsperren, die App aufrufen und dann die Birne steuern. Der schnelle Griff zum Lichtschalter ist nicht mehr, was nervt. Daher wurden die Birnen jetzt in Lampen in Ecken, hinter einem Sideboard usw. verbannt; also dorthin, wohin man sich nicht bücken oder um die Ecke greifen will. Im Grunde eine Komfortfunktion, die sich aber durch eine per Fernsteuerung ein- und ausschaltbare Steckdose im Grunde genauso lösen lassen würde. Gut, die Birnen lassen sich auch über's Internet ein- und ausschalten, wobei aber die HUE-Website ebenso wenige Funktionen bietet wie die Android-App. Nämlich keine außer ein- und ausschalten. Auch hier muss wieder "Hue Pro" ran, das ermöglicht über DynDNS auf die Bridge zuzugreifen und die Lampen und Timer zu steuern als wäre man daheim.

Letzten Ende sind die Birnen eine nette Spielerei, die man aber nicht wirklich benötigt. Die überteuerten HUE-Strips werde ich erst gar nicht in Betracht ziehen. Da greife ich doch lieber zu den IKEA Dioder LED-Leisten, die genauso hübsch leuchten, aber deutlich billiger sind und für deren Steuerung ich nicht erst wieder eine App starten muss, sondern einfach zum Lichtschalter greifen muß. Und auch die "Bloom"-Lampe werde ich nicht extra kaufen, weil sie einfach teuer ist. Lieber investiere ich in eine neue Living Colors Fernbedienung und integriere unsere Living Colors Lampe in den HUE-Verbund.

Raspberry PI mit Seafile und Owncloud

Die aktuellen Diskussionen um die NSA-Spähaffäre bringen immer mehr Anwender dazu, den Cloudanbietern den Rücken zu kehren und sich eigene Lösungen zu schaffen. Zudem werden E-Mails und Anhänge verschlüsselt und inzwischen gerne auch mal wieder zum Brief gegriffen. Somit war ich mit der Installation von Seafile und OwnCloud auf meinem RPI ja quasi auf Höhe der Zeit. Natürlich wollte ich, dass meine Daten bei mir und nicht bei einem Anbieter liegen, aber vielmehr wollte ich die begrenzten Speicherplätze umgehen, wobei Skydrive mit 25 GB schon sehr großzügig bemessen ist.
Aktuell läuft jetzt jedenfalls Seafile bei mir und es läuft gut. Das Schöne dabei: Dateien und Verzeichnisse werden auf Wunsch verschlüsselt. Das Handling (Up- und Downlad und Ordnerverwaltung) inkl. Windows Sync-Client ist ähnlich wie bei Skydrive oder DropBox.

Seafile läuft unter Raspbian und speichert auf einem gemounteten 32GB USB-Stick. Die Installation selbst machen anfangs Probleme, weil die verwendete Kingston 8 GB Class 10 SDHC scheinbar nicht korrekt beschrieben werden konnte. Die Installation lief einfach nicht an und war erst mit einer SanDisk 4 GB SDHC Class 4 möglich. Auch der USB-Stick machte anfangs Probleme. Kam beim ersten Mal ein 32 GB Intenso Microstick zum Einsatz, wird jetzt ein 32 GB Kingston verwendet. Der Intenso und der USB-Anschluss wurden unglaublich heiß und vertrugen sich nicht, was sogar soweit ging, dass der RPI einen Reboot machte, wenn man den Stick zu Einrichtungszwecken einsteckte.

Was die Performance angeht, so kann man nicht meckern. Auch wenn im RPI derzeit (noch) eine Class 4 SDHC werkelt und der Stick vielleicht nicht der schnellste ist, sind Up- und Downloads zufriedenstellend flott. Lediglich das Arbeiten im Browser GUI von extern läuft ein wenig zeitverzögert. Das Anlegen von Gruppen, das Freigeben von Bibliotheken oder das Öffnen von Dateien bedeutet immer einen kurzen Moment Ladezeit.
Schade ist dagegen wirklich, dass Seafile keine Previews der Fotos bietet wie beispielsweise Skydrive oder Dropbox. Dadurch muss man jede Bilddatei erstmal öffnen oder über die Smartphone-App runterladen und öffnen.
Insgesamt ist das Gesamtpaket damit aber besser als OwnCloud, das ich parallel laufen ließ, was mich aber nicht ganz so überzeugt hat. Extreme lange Ladezeiten in der Browser GUI und eine kostenpflichtige App (wollte den mobilen Zugriff erst einmal testen) ließen mich recht bald von der weiteren Konfiguration und Tests Abstand nehmen.

Ggfs. kommt jetzt noch der XBMC dazu, der derzeit auf dem kleinen ACER Revo Aspire läuft. Damit ich diesen bei Bedarf nicht immer einschalten muss, soll das Mediacenter also auf dem RPI laufen und per DLNA an andere XBMC-Installationen (Tablet, Smartphone, ACER Aspire) oder an den Fernseher streamen. Die Steuerung erfolgt dabei über die Smartphone-App, die ich bereits jetzt schon gerne nutze, auch wenn die Navigation per Tastatur schneller ist. ;-)

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