Aus dem Alltag eines IT'lers

Skepsis vs. Features

Erstmal ratlos Aufgrund immer häufiger auftretender Meldungen hinsichtlich Datenspionage, Datendiebstahls, Hackereinbrüche, Datenhandels, etc. begegnet man mittlerweile immer häufiger technischen Neuheiten und Features mit Skepsis und teils vorsichtiger Zurückhaltung.
So bietet Samsung auf seinem Galaxy S3 die Möglichkeit, das Display erst abzuschalten, wenn man nicht mehr hinsieht. Praktisch, aber will man das ? Glaubt man, dass Samsung oder Google das Gesicht, die Augen oder die Umgebung scannen und in ihren unendlich tiefen Datenbanken ablegen, um Benutzerinformationen miteinander zu verweben ? Nutzt man die Sprachsteuerung des Handys nicht, um seine Stimme nicht auf Servern gespeichert zu haben, aufdass sie mal für irgendwelche Zwecke missbraucht wird ? Fügt man seinen Android-Kontakten keine Bilder hinzu, weil man sich nicht sicher ist, ob Google auch diese sammelt, um Benutzerprofile weiter zu vervollständigen ? Und wie sieht es mit Skype und Viber aus ? Lauschen hier Regierungen und - angeblich - der Mossad (Viber) mit ?
Weshalb findet man eine im Fernseher eingebaute Kamera á la Kinect zwar cool, traut ihr aber nicht, weil man nicht weiß, wohin die eigenen Bilder und das Geschehen im Zimmer übertragen und gespeichert werden ? Und weshalb deaktiviert man die Gesichtserkennung in Kameras und Android-Telefonen sowie Picasa ? Damit die jeweiligen Anbieter hieraus keine Personenzuordnungen erstellen und speichern können ?
Was ist mit der Nutzung von Cloud-Diensten und Online-Speichern ? Viele schmeißen in diese alles herein was sie an Fotos und Dokumenten haben. Aber was passiert damit ? Wenn diese nicht plötzlich - durch einen technischen Fehler oder einen Hackerangriff - der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, vergreift sich dann der jeweilige Anbieter daran ?

Alles Spekulation. Aber man liest es leider immer wieder und häufiger, dass hier bei Pastebin mal wieder Millionen Datensäte mit Userdaten aufgetaucht sind und dort bei Google Dropbox-Galerien einsehbar sind. Da ist der freie Zugriff auf AXIS-Kameras möglich (teilweise inkl. Steuerung) und dort das Mitlesen von WhatsApp-Nachrichten und Facebook-Konversationen.
Und wenn mal herauskommt, dass heimlich Konversationen in einer Chat-Anwendung belauscht oder ein Deep-Scan inkl. Inhaltsauswertung von Dokumenten in einem Cloud-Speicher durchgeführt wurden, heißt's immer nur: "Oh, ein bedauerlicher technischer Fehler."

Es kommen soviele technische und spannende Neuerungen heraus, die auch Spaß und Sinn machen, aber im gleichen Moment steigt auch das Misstrauen ihnen gegenüber.
Aber ist das wirklich begründet ? Keine Ahnung. Wobei: ich weiß nicht, ob ich ein Auto fahren will, das durch eine Sicherheitslücke im Reifendruckkontrollsensor, der seine Daten an den Bordcomputer funkt, gehackt werden kann, aufdass ich mit Vollgas gegen eine Wand rase. Aber ach: wahrscheinlich sind die Ergebnisse des Forschungsteams alles nur Panikmache. ^^

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